Mecha Watch
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Zeigerformen: 18 Arten von Uhrzeigern im Überblick

Dauphine, Breguet, Mercedes, Spritze, Schwert und mehr. Wie jede Zeigerform aussieht, woher sie kommt und zu welchen Zifferblättern und Gehäusen sie am besten passt.

In diesem Ratgeber
  1. So wählst du Uhrzeiger aus
  2. Zeiger für Dress Watches
  3. Zeiger für Toolwatches
  4. Kombinationen auf einen Blick
  5. Zeiger-Finishes
  6. Sekundenzeiger
  7. Leuchtmasse
  8. Zeigerformen mischen
  9. Probier jede Zeigerform in Mecha Watch aus
  10. Häufige Fragen

Zeiger sind die kleinsten Teile einer Uhr, die du jeden Tag ansiehst, und sie leisten erstaunlich viel. Tausch die Zeiger einer Uhr, und aus der Dress Watch wird eine Taucheruhr, aus Vintage wird modern – ohne dass du sonst etwas anrührst. Wenn du eine Uhr bauen willst, die durchdacht aussieht, passiert viel davon bei den Zeigern.

Dieser Ratgeber stellt 18 klassische Zeigerformen vor: wie sie aussehen, woher sie kommen und wozu sie passen. Am Ende geht es um Finishes, Sekundenzeiger und Leuchtmasse.

DauphineBreguetMercedes SpritzeSchwertFeuille
Sechs der bekanntesten Zeigerformen. Die goldene Mitte des Schwertzeigers zeigt, wo meist die Leuchtmasse sitzt.

So wählst du Uhrzeiger aus

Mit drei Regeln kommst du schon sehr weit:

  • Triff die Stimmung des Gehäuses. Facettierte, polierte Zeiger passen zu Dress Watches. Breite Zeiger mit Leuchtmasse passen zu Toolwatches wie Taucheruhren, Fliegeruhren und Field Watches.
  • Stimm sie auf die Indizes ab. Scharfkantige Stabindizes sehen mit geraden oder facettierten Zeigern am besten aus; römische Ziffern lieben Breguet-, Feuille- und Spade-Zeiger; arabische Ziffern passen zu Spritzen-, Schwert- und Pencil-Zeigern. Siehe Indizes und Ziffern.
  • Achte auf die richtige Länge. Der Minutenzeiger sollte bis zur Minuterie reichen; der Stundenzeiger sollte kurz vor den Stundenindizes enden. Zu kurze Zeiger lassen jede Uhr billig aussehen.

Zeiger für Dress Watches

Dauphine. Ein langes, spitz zulaufendes Dreieck, in der Mitte facettiert, sodass immer eine Seite das Licht einfängt. Benannt nach dem französischen Titel für die Frau des Thronfolgers, wurde die Form zum Liebling der Jahrhundertmitte. Passt zu Stabindizes, Sonnenschliff-Zifferblättern und schlanken runden Gehäusen.

Feuille. Französisch für „Blatt“, deshalb auch Blattzeiger genannt: eine schlanke Blattform, beidseitig geschwungen und an der Spitze zulaufend. Sanft und romantisch. Schön mit römischen Ziffern, kleinen Gehäusen und Zifferblättern aus Perlmutt oder Emaille.

Breguet. Ein dünner Schaft mit einem durchbrochenen Ring – dem „Mond“ – nahe der Spitze. Um 1783 von Abraham-Louis Breguet erfunden, steht die Form bis heute für klassische Haute Horlogerie. Am schönsten in gebläutem Stahl über einem cremefarbenen oder guillochierten Zifferblatt mit römischen Ziffern.

Alpha. Ein zulaufender Zeiger, der in der Mitte leicht anschwillt, bevor er spitz endet. Eine sanfte Dress-Form der 1950er und 60er, die mit fast jedem aufgeräumten Zifferblatt funktioniert.

Lanze. Ein langer, schmaler Speer mit scharfer Spitze. Elegant und präzise, gut auf minimalistischen Zifferblättern, auf denen die Zeiger leicht wirken sollen.

Obelisk. Hoch, mit geraden Flanken und sich verjüngend wie sein Namensgeber. Architektonisch und ein wenig förmlich; passt zu rechteckigen und achteckigen Gehäusen.

Stab. So schmal, wie ein Zeiger nur sein kann. Die Bauhaus-Idee vom Weniger, das mehr ist: keine Verzierung, nur eine Linie. Perfekt für minimalistische Zifferblätter mit kleinen Indizes oder ganz ohne.

Baton. Ein gerader, rechteckiger Balken, etwas breiter als ein Stabzeiger. Der moderne Standardzeiger: klar, gut ablesbar und auf fast allem zu Hause.

Zeiger für Toolwatches

Schwert. Eine spitze Klinge, in der Mitte breit, oft mit Leuchtmasse gefüllt. Zu finden an Flieger-, Field- und Taucheruhren, weil sie auf einen Blick ablesbar ist. Passt zu arabischen Ziffern und Punktindizes.

Mercedes. Ein Stundenzeiger mit einem dreispeichigen Kreis nahe der Spitze. Der Kreis hält eine große Portion Leuchtmasse, die unter Wasser ablesbar bleibt – deshalb wurde er zum klassischen Taucherzeiger. Meist kombiniert mit einem Schwert-Minutenzeiger.

Snowflake. Ein Stundenzeiger mit einem großen, quadratischen Leuchtfeld nahe der Spitze – die „Schneeflocke“ –, berühmt geworden durch Taucheruhren der 1970er. Markant und sofort wiederzuerkennen. Ebenfalls mit einem Schwert-Minutenzeiger kombiniert.

Plongeur. Französisch für „Taucher“. Der Minutenzeiger ist riesig, oft in einer Signalfarbe, weil beim Tauchgang vor allem die Minuten zählen. Der Stundenzeiger ist bewusst klein. Eindrucksvoll an einer Taucheruhr mit drehbarer Lünette.

Pencil. Schlicht, robust, mit Leuchtmasse belegt und spitz wie ein angespitzter Bleistift – daher der englische Name. Seit den 1940ern ein Klassiker bei Field Watches.

Broad Arrow. Ein Stundenzeiger mit breiter Pfeilspitze. Der „breite Pfeil“ kennzeichnete britisches Militäreigentum und wurde zum Stundenzeiger früher Chronographen. Großartig für markante Entwürfe im Vintage-Sport-Stil.

Spritze. Ein mit Leuchtmasse gefüllter Zylinder mit einer dünnen Nadel an der Spitze, wie eine medizinische Spritze. Verbreitet bei Taschenuhren um 1900 und bei Fliegeruhren im Vintage-Stil wiederbelebt. Passt zu arabischen Ziffern und Zifferblättern in Leinen oder mattem Schwarz.

Kathedral. Unterteilt wie Kirchenfenster, mit verziertem, bogenförmigem Rahmen. Ein Favorit früher Militäruhren, der einer Field Watch viel Charakter gibt.

Spade. Ein Stundenzeiger mit einer Spitze in Form eines Pik-Symbols (englisch „spade“), oft kombiniert mit einem peitschendünnen Minutenzeiger. Die Form stammt von Eisenbahner-Taschenuhren, bei denen es aufs schnelle Ablesen ankam. Sieht großartig aus mit arabischen oder römischen Ziffern auf cremefarbenen Zifferblättern.

Skelett. Jeder Zeiger, dessen Mitte ausgeschnitten ist, sodass nur der Umriss bleibt. Skelettzeiger verdecken nie das Zifferblatt darunter – ideal für volle Zifferblätter mit Hilfszifferblättern oder Mondphase.

Kombinationen auf einen Blick

UhrenstilPassende ZeigerTypische Indizes
DressDauphine, Feuille, Breguet, Alpha, StabBaton, Römisch
TaucherMercedes, Snowflake, Plongeur, SchwertPunkt, Baton
FieldPencil, Kathedral, SchwertArabisch
FliegerSpritze, SchwertArabisch
Vintage / EisenbahnSpade, Breguet, Broad ArrowRömisch, Arabisch, California
MinimalistischStab, Baton, LanzeBaton oder keine
Art décoObelisk, Feuille, SkelettRömisch, Diamant

Zeiger-Finishes

Dieselbe Form kann je nach Finish völlig anders aussehen.

  • Poliert. Heller, spiegelnder Stahl. Er blitzt auf, wenn du die Uhr neigst, und passt zu fast allem.
  • Gebläut. Traditionell gebläute Zeiger sind erhitzter Stahl: Bei rund 290 °C färbt eine hauchdünne Oxidschicht die Oberfläche tiefblau. Auf weißen, cremefarbenen und silbernen Zifferblättern sieht das spektakulär aus.
  • Gold. Warm und die natürliche Ergänzung zu Gehäusen in Gelb- oder Roségold.
  • Schwarz. Maximaler Kontrast auf hellen Zifferblättern; verbreitet bei Field Watches und Fliegeruhren.

Sekundenzeiger

Der Sekundenzeiger ist der, der sich sichtbar bewegt – deshalb setzen Designer hier gern einen Farbtupfer.

  • Pencil. Eine dünne, gerade Nadel. Klar und zurückhaltend.
  • Lollipop. Ein dünner Zeiger mit einer runden Scheibe nahe der Spitze, oft mit Leuchtmasse. Ein Klassiker bei Taucheruhren.
  • Pfeil. Ein dünner Zeiger mit Pfeilspitze, beliebt bei Flieger- und Field Watches.

Ein roter, orangefarbener oder blauer Sekundenzeiger ist ein einfacher Weg, einem sonst ruhigen Zifferblatt einen einzigen Farbakzent zu geben. Bei einer mechanischen Uhr fällt dir außerdem auf, wie er sich bewegt: Er rückt mehrmals pro Sekunde weiter, statt zu gleiten. Wie viele Schritte es sind, hängt von der Schlagzahl ab.

Leuchtmasse

Leuchtmasse – unter Sammlern kurz „Lume“, vom englischen „luminous“ – ist die Leuchtfarbe, die im Dunkeln nachleuchtet. Toolwatch-Zeiger – Schwert, Spritze, Mercedes, Snowflake, Kathedral, Baton, Pencil, Broad Arrow und Plongeur – tragen sie meist, abgestimmt auf die Leuchtmasse der Indizes. Klassisches Grün leuchtet am hellsten; Eisblau wirkt kühler und moderner; „Vintage“-Leuchtmasse hat einen warmen, gealterten Cremeton, der zu Retro-Entwürfen passt.

Zeigerformen mischen

Stunden- und Minutenzeiger müssen nicht gleich sein. Ein Mercedes- oder Snowflake-Stundenzeiger wird fast immer mit einem Schwert-Minutenzeiger kombiniert. Spade-Stundenzeiger bekommen peitschendünne Minutenzeiger. Wenn du mischst, halt Finish und Farbe einheitlich, damit die beiden Zeiger weiterhin als Paar wirken.

Probier jede Zeigerform in Mecha Watch aus

Der Zeiger-Schritt im Konfigurator von Mecha Watch
Stunden- und Minutenzeiger verschiedener Stile kombinieren in Mecha Watch.

In Mecha Watch kannst du alle 18 Stile an deinem eigenen Entwurf ausprobieren – Stunden- und Minutenzeiger dürfen unterschiedliche Stile haben, und Mercedes- und Snowflake-Stundenzeiger bekommen einen Schwert-Minutenzeiger, genau wie beim Original. Wähl Poliert, Gebläut, Gold oder Schwarz; einen Sekundenzeiger in Pencil, Lollipop oder Pfeil in Rot, Orange, Blau, Gold, Stahl oder Limette; und Leuchtmasse in klassischem Grün, Eisblau oder Vintage. Zeiger lassen sich jederzeit kostenlos ändern.

Tipp einen Zeiger an, und eine kurze „Schon gewusst?“-Notiz verrät dir, woher er stammt. Schneller findest du nicht heraus, was dir gefällt, bevor du wirklich deine eigene Uhr gestaltest. Mecha Watch – sprich es schnell, und du bist schon fast bei make a watch: Bau eine Uhr.

Häufige Fragen

Welche Arten von Uhrzeigern sind am häufigsten?

Am häufigsten sind Baton-, Dauphine-, Schwert-, Mercedes-, Feuille-, Breguet- und Spritzenzeiger. Baton und Dauphine dominieren bei Dress Watches; Schwert und Mercedes sind Standard bei Sport- und Taucheruhren.

Was sind Mercedes-Zeiger bei einer Uhr?

Mercedes-Zeiger haben nahe der Spitze des Stundenzeigers einen dreispeichigen Kreis. Der Kreis fasst viel Leuchtmasse und hält den Zeiger trotzdem stabil, wodurch er unter Wasser sehr gut ablesbar ist. Ein klassischer Taucheruhren-Stil.

Warum sind manche Uhrzeiger blau?

Traditionell gebläute Zeiger bestehen aus Stahl, der auf rund 290 °C erhitzt wird; dabei bildet sich eine dünne Oxidschicht, die tiefblau aussieht. Sie schützt den Stahl auch ein wenig. Günstigere Uhren ahmen den Look mit blauer Farbe oder Beschichtungen nach.

Was sind Breguet-Zeiger?

Breguet-Zeiger haben einen dünnen Schaft mit einem durchbrochenen Kreis, dem „Mond“, nahe der Spitze. Sie wurden um 1783 von Abraham-Louis Breguet erfunden und stehen für klassische, förmliche Uhren.

Was ist der Unterschied zwischen Dauphine- und Baton-Zeigern?

Dauphine-Zeiger sind spitz zulaufende Dreiecke, in der Mitte facettiert, sodass sie auf einer Seite das Licht einfangen. Baton-Zeiger sind gerade, flache, rechteckige Balken. Dauphine wirkt eleganter; Baton wirkt moderner und neutraler.